125 Jahre Berufsfeuerwehr Aachen
Eine Berufsfeuerwehr, die bereits 125 Jahre auf dem Buckel hat", muß sich daran gewöhnen, daß Begriffe wie Tradition oder historisch" zu ihrem Wortschatz gehören.

Viele, teilweise namenlose Kollegen haben diese Tradition in der zurückliegenden Zeit begründet. Viele Kollegen werden sie in der Zukunft fortführen. Wir als zur Zeit Aktive sind ein Teil in diesem historischen Ablauf.

Vor einem solchen Jubiläum wächst diese Erkenntnis und es formuliert sich die Aufgabe, der sich eine Jubelwehr stellen muß:
Die Geschichte der Feuerwehr schreiben viele, aber es muß einige geben, die diese Geschichte für zukünftige Generationen in Wort und Bild dokumentieren.

Dieser Aufgabe haben sich in den letzten 3 Jahren viele Kollegen in besonderer Weise gewidmet. Mein Dank gilt allen, die Beiträge zu dem vorliegenden Jubiläumsband geliefert haben.

Ich möchte jedoch denen besonders danken, die die Last - besser die Lust - der Verantwortung für diese Dokumentation übernommen haben. Herr Hauptbrandmeister Dahmen, Herr Brandamtmann Delzepich, Herr Hauptbrandmeister Kaldenbach, Herr Oberbrandmeister Spekl und Herr Oberbrandmeister Spykers haben dafür in Stadt- oder Landesarchiven recherchiert, haben öffentlich und privat um die Überlassung von historischem Schrifttum oder Fotographien gebeten, haben nicht die Mühen gescheut, die Nachkommen ehemaliger Angehöriger der Berufsfeuerwehr aufzuspüren. Sie sind dabei vielfach fündig geworden und haben so eine Vielzahl von bisher nicht bekannten Quellen zusammengetragen, die im Stadtarchiv die Geschichte unserer Feuerwehr dokumentieren werden.

Der Sparkasse Aachen gilt mein Dank dafür, daß durch ihre Unterstützung die Herausgabe der vorliegenden Dokumentation in Buchform möglich geworden ist, in der die wichtigsten Fakten und Berichte im geschichtlichen Gesamtzusammenhang dargestellt werden.

Der Bucheinband versinnbildlicht mit seiner Darstellung des Gründers, Ehrenbranddirektor Emil Lochner, vor dem Hintergrund der Flammen aus dem Großbrand in einem Kaufhaus in der Adalbertstraße aus dem Jahr 1991, daß damals wie heute in den Feuerwehren Menschen ihre Mitmenschen vor der Macht des Feuers schützen müssen und wollen.

Ähnlich wie das in kleineren Gemeinden von Festausschüssen getan wird, haben uns zahlreiche Gönner aus Wirtschaft, Handel und Handwerk mit Rat und Tat unterstützt und die notwendige finanzielle Hilfe gewährt, damit ein motiviertes und leistungsstarkes Feuerwehrteam die zahlreichen Veranstaltungen anläßlich des 125-jährigen Jubiläums vorbereiten konnte. Mit Dankbarkeit nennen wir sie in diesem Band in alphabetischer Reihenfolge.

Ein herzlicher Dank gilt den Damen des Stadtarchivs, für ihre wertvolle Unterstützung bei den Recherchen. Die umfangreichen Originalunterlagen werden zusätzlich auf Datenträger erfaßt, um im Stadtarchiv den Grundstein für eine möglichst lückenlose Dokumentation über die Berufsfeuerwehr zu bilden.

Die Ihnen vorliegende Geschichte der Aachener Berufsfeuerwehr" läßt sich auf verschiedene Arten lesen. Einfach und schnell wird man durch die Zeittafeln" informiert, welche die wichtigsten Daten im Zeitraffer" enthalten. Ist Interesse vorhanden, kann man in der zweiten Spalte das Weltgeschehen betrachten.

Ausführlicher informieren die Artikel unter der Überschrift "Die Berufsfeuerwehr Aachen in den Jahren....", diese beinhalten in 25-Jahres-Blöcken alles Wissenswerte über deren Geschichte.

Ein Hauptbestandteil ist der im Jahre 1951 geschriebene Artikel des Hauptbrandmeisters August Mohr. Da dieser ehemalige Kollege sehr viel zur Schilderung der Vergangenheit beigetragen hat, sei er hier wörtlich zitiert:
Leider ist ein ähnlicher Aufsatz, der im Jahr 1921 aus Anlaß des 50-jährigen Bestehens der Berufsfeuerwehr auf Anordnung des damaligen Branddirektors Schulzen von dem Brandmeister Titze und vom jetzigen Verfasser fertiggestellt wurde, nicht gedruckt worden. Der Feuerwehr Aachen und seinen Beamten soll die Abhandlung künden von der Arbeit früherer Zeiten und Ansporn sein für weitere Arbeiten im Interesse der Aachener Bürgerschaft, der sie zu diesem verpflichtet sind".

Das Manuskript wurde im großen und ganzen wortgetreu übernommen, nur in ganz wenigen Fällen wurden ergänzende Passagen eingefügt.

Im letzten Teil des Buches finden Sie weitere interessante Abhandlungen.

Dr.-Ing. H. Dieter Nüßler
Leitender Branddirektor