125 Jahre Berufsfeuerwehr Aachen
Eine Studie von Fritz Maser (1906)
Wie wohl allgemein bekannt ist, erfolgt die Entwicklung einer jeden lebenden Sprache stoßweise und in gewissen Intervallen. Diese Intervalle hängen mit den einzelnen Epochen der literarischen Entwicklung und dem Gepräge zusammen, das diese Entwicklung in den einzelnen sprachgeschichtlichen Zeitspannen gibt. Auf diese Weise wird durch emsige Arbeit die Schatzkammer jeder einzelnen Sprache von Jahrzehnt zu Jahrzehnt bereichert und so entwickelt sich der Fortschritt der Sprache von Stufe zu Stufe, aber in bestimmten Ruhepunkten, in denen der Sprachgenius gewissermaßen Atem holt, um Kraft zu schöpfen für die nächste Höhe, die er erklimmen will.

Klar ist aber, daß die Mehrer unseres Sprachschatzes keineswegs auf gleicher Höhe geistiger Entwicklung stehen und infolge davon ist die Sprachentwicklung auch immerhin in derselben Epoche keineswegs eine gleichmäßige. Wie der Gletscherstrom, der austretend aus einer Eisrinne Geröll mit sich führt, das allmählich abgeworfen und zur Bildung der Moräne verwendet wird, während der kristallklar dahinfließende Gletscherbach seine keusche Reinheit treu bewahrt und zu Tale führt, schleppt auch der durch die Jahrhunderte hinrollende Sprachstrom zeitweise manches Geröll mit sich, das er allmählich abstößt, um dann wieder in klassischer Reinheit und Klarheit dahinzufließen.

Zu derartigen Verdunkelungen der sprachlichen Reinheit führen hauptsächlich epochemachende Neuheiten, die, wenn sie plötzlich auftreten, in der Eile einen Namensstempel bekommen, der sich mit ihrem Begriff durchaus nicht deckt, ja vielmehr ihm völlig zuwiderläuft. Nicht zu mindestens wird derartiges Wortgeröll erzeugt durch die erzwungenen Verdeutschungen, welche in neuerer Zeit von amtlichen Stellen aus geprägt und gestempelt wie eine Münze herausgegeben werden und vielfach dem deutschen Sprachgenius Gewalt antun. Ich erinnere in dieser Beziehung an den Ausdruck Fernsprecher für Telephon. Diese Wortprägung hat sich völlig eingebürgert, obwohl sie ganz grob mechanisch gezimmert und durchaus nicht dem Sprachgeiste organisch entwachsenen Bedeutung des Begriffs würde also Fernsprecher eine Person bedeuten, die für die Ferne zu sprechen vermag. In der Tat aber soll Fernsprecher ein Werkzeug bedeuten, mit dem jemand in die Ferne zu sprechen im Stande ist. Wo bei dieser Wortbildung der Fehler liegt, ist für jedermann klar. Die Wortprägung Fernsprecher stellt eine rein mechanische Übersetzung des üblichen terminus technikus Telephon dar, bei dem man außerdem übersehen hat, daß das Wort ?fern? in diesem Falle besser durch das Wort ?weit? ersetzt worden wäre. Und doch hatte der deutsche Sprachgenius ein Wort geprägt, das längst in übertragenem Sinne gebraucht wird und das eigentlich nicht hätte übersehen werden sollen. Es ist das Wort Sprachrohr, an das unbedingt hätte geknüpft werden müssen, wenn eine deutsche Bezeichnung für das Wort Telephon hätte erfunden werden wollen, die sich organisch in die Sprache einfügt und zugleich den Begriff des Werkzeuges deckt, mittels dessen man auf weite Entfernungen seine Stimme zu schicken vermag. Man würde aber sehr irren, falls man annehmen würde, daß derartige gewaltsame Sprachbildungen erst in der modernen Zeit auftauchen. Sie sind allen Epochen der Sprachentwicklung eigen und insbesondere in allen Epochen der neu hochdeutschen Sprachentwicklung zu konstatieren.

Es ist nicht uninteressant, an einem bestimmten Beispiel diese Tatsache zu erörtern, und ich möchte zu diesem Zwecke auf eine Abhandlung zurückgreifen, welche in einem der früheren Jahrgänge der vorliegenden Zeitschrift enthalten ist, und die Frage eingehend diskutiert, ob "Feuerwehrmann" oder "Feuermann" das richtige sei. Hierbei greift der Verfasser des betreffenden Artikels in seinen Beweisführungen auf die Begriffe Landwehr, Bürgerwehr etc. zurück. Nun ist es sehr interessant zu beobachten, daß die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Landwehr wie diejenige des Wortes Brustwehr nichts anderes gewesen ist, als die Bezeichnung für eine Befestigungsart, für ein Abwehr-, ein Schutzmittel. Diese ursprüngliche Bedeutung des Wortes Landwehr ist heute noch in dem Württembergischen Franken enthalten, wo die Landwehr in der Tat ein Befestigungsgürtel bedeutet, welcher das Land an den Straßen und an den sonstigen Zugängen vor unwillkommenen Gästen zu schützen bestimmt war. Der bewaffnete Schutz des Landes war dagegen den Landsknechten anvertraut, Söldnern, die vielleicht in späterem Alter in der Landwehr angesiedelt wurden, um sie gegen etwaige unvermutete Angriffe zu verteidigen.

Als nun der Scharnhorstische Gedanke von der Wehrpflicht greifbare Gestalt annahm und für gewisse Kategorien von Wehrpflichtigen gewisse Bezeichnungen geschaffen werden mußten, so erhielt eine dieser Kategorien die Bezeichnung Landwehr, eine grob mechanische Übertragung, welche mit dem Sprachgeiste sich direkt in Widerruf setzte. Also auch hier ist ein gewisses gewaltsames Übertragen der Bezeichnung eines Begriffes auf einen ganz anders gearteten festzu-



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stellen. Wiederum grob mechanisch wurde, nachdem sich der Begriff Landwehr, das heißt, der Mannschaft, welche zum Schutze des Vaterlandes unter die Fahne gerufen wird, eingebürgert hatte, die Bezeichnung Seewehr geprägt.

Hier ist die sprachliche Sünde schon offenbarer. Bezeichnung und Begriff gehen hier erheblich weiter auseinander und nur derjenige, welcher das Wort Münze kennt und weiß, was es bedeuten soll, ist imstande zu sagen, daß Seewehr, die Gesamtheit der Mannschaften bedeuten soll, welche die Küsten des Vaterlandes und die heimischen Meere gegen feindlichen Angriff zu schützen berufen ist. Das ganze Übel ist dadurch entstanden, daß das sachliche Verteidigungsmittel, der Begriff ?Wehr oder Waffen? verwechselt wurde mit dem Begriff der Gesamtheit der Träger dieser Verteidigungsmittel, mit dem Heer, der Heerbann, dem Heerhaufen und wie sonst diese Bezeichnungen für diese Begriffe lauteten.

Trotz dieser klar zu Tage liegenden sprachlichen Gedankenlosigkeit hat sich der Ausdruck Land- und Seewehr kraft der autorativen Stelle, von der er kam, glatt eingebürgert und bedeutet heute etwas ganz anderes, als er seinem sprachlichen Sinn nach ursprünglich bedeuten könnte.

Ein Seitenstück zu diesem interessanten sprachlichen Entwicklungsvorgang bildet die Prägung der Bezeichnung Feuerwehr, dem neuerdings die noch viel entsetzlichere Wortbildung Feuerschutz zur Seite gestellt wurde. Auch hier ist die mangelnde logische Schärfe die Ursache des sprachlichen Mißgriffs. Sowohl Feuerwehr als Feuerschutz bedeuten in Wirklichkeit das Gegenteil von dem, was sie als Münze heutzutage bezeichnen. So wenig Augenschutz ein Schutz gegen die Augen, Kinderschutz ein Schutz gegen Kinder ist, so wenig ist Feuerschutz ein Schutz gegen Feuer. Es muß dies scharf hervorgehoben werden, weil hieraus klar hervorgeht, daß der Ausdruck Feuerschutz eine falsche Münze ist. Aber auch bei der Bezeichnung Feuerwehr ist der Begriff ein ganz anderer, als das Wort an sich besagt. Und wenn der Ausdruck Feuerbekämpfung, der neuerdings von ?Feuer und Wasser? in seinen Titel aufgenommen wurde, gegenüber dem Ausdruck Feuerschutz um seiner Klarheit und Deutlichkeit willen mit Freude zu begrüßen ist, so wäre es auch im Interesse der sprachlichen Klarheit sehr zu wünschen, daß der inkorrekte Ausdruck Feuerwehr durch eine in der deutschen Sprache wurzelfester sitzende Bezeichnung ersetzt würde.

Das Entstehen des Ausdrucks Feuerwehr ist an sich durchaus verständlich, wenn man in Betracht zieht, daß er in der Zeit der Jugend-, der Bürgerwehr entstanden ist, und daß hierdurch die Prägung dieses falschen Wortes sehr begünstigt wurde. Im streng sprachlichen Sinne bedeutet Feuerwehr, wie Ritterwehr, die Wehr, das Gewaffen eines Ritters, also die Waffen über die das Feuer verfügt. Außerdem hebt ?Feuer und Wasser? in dem bereits erwähnten Artikel mit Recht hervor, daß, wenn man die Bezeichnung Wehr für die Gesamtheit der abwehrenden Mannschaft hinnehmen würde, was sprachlich nicht richtig ist, doch noch immer eine Einseitigkeit bestehen bleibe. Denn die Feuerwehr wehrt nicht jedem Feuer, sondern sie wehrt nur dem Schadenfeuer, und deckt auch infolge davon die Bedeutung der Bezeichnung, den Begriff keineswegs, den wir mit ihm verbinden. Die Bezeichnung Feuerwehr wurde alsdann wiederum der Begriff Feuerversicherung nachgebildet, eine Wortprägung, deren Groteskheit sofort klar ins Auge springt, wenn man sie mit dem Begriff Lebensversicherung, Glas-Versicherung, Transport-Versicherung usw. zusammen hält.

Noch einen Schritt weiter auf diesem Weg ging die Berufsfeuerwehr, welche in dem Streben nach Kürzen statt des Feuerwehrmannes, einfach Feuermann, Oberfeuermann u.s.w. als Bezeichnung stabulierte, und damit die Verwirrung der Begriffe steigerte und eine neue Sprachsünde beging.

Im streng sprachlichen Sinne ist Feuermann nämlich überhaupt kein Wort, das deutschen Wurzelboden hat. Es ist dem englischen "Fireman" entlehnt, resp. nachgeprägt und wird hin und wieder gebraucht, um diejenige Persönlichkeit zu bezeichnen, welche das Feuer warten muß, zu schützen und zu beaufsichtigen hat, mit einem Wort, es ist ein von dem Techniker aus dem englischen entlehnter Ersatz für das deutsche Wort Heizer, der aber noch immer kein Bürgerrecht in der deutschen Sprache besitzt.

Zweifellos aber hat die Berufsfeuerwehr aus dem Gefühl heraus gehandelt, daß der Ausdruck Feuerwehr schief sei und der Begriff des Feuers hier ausgemerzt werden müsse, um klare Begriffsbezeichnungen zu bekommen, und sie anderseits diesem folgend auch Titel geschaffen, die demselben Zweck dienen sollten. Diese Titel sind mit dem Worte ?Brand? zusammengesetzt und lauten wie bekannt, Branddirektor, Brand-inspektor, Brandmeister u.s.w. Unter diesem Ausdrucke ist der glücklichste zweifellos der Ausdruck Brandmeister. Er lehnt sich an den Ausdruck Schulhausmeister an und bezeichnet analog den Meister in der Schule, den Meister beim Brande. Sehr unglücklich dagegen ist der Ausdruck Branddirektor, denn sprachlich genau kann diese Bezeichnung nur eine Persönlichkeit bedeuten, welche den Brand dirigiert (Theater-



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direktor), während man mit dem Ausdruck tatsächlich die Persönlichkeit bezeichnen will, welche die Direktiven gegen die Feuersbrunst gibt. Ähnlich verhält es sich mit dem Brand-inspektor, der doch sicherlich nicht dazu da ist, einen Brand zu inspizieren, sondern die Bekämpfung der Feuersbrunst zu beaufsichtigen.

Aber die Sprache selbst in ihrem wunderbaren Reichtum von Bildungen und in der Treffsicherheit ihres Prägevermögens hat sich durch alle diese mechanischen Wortbildungen nicht abhalten lassen, klare und treffende Bezeichnung für die in Rede stehenden Begriffe zu finden. Während der Branddirektor, Brandmeister etc. dem Baumeister, Bauinspektor und Baudirektor nachgebildet wurde und alle Titel einer Beamten-Kategorie jüngeren Datums die der älteren einfach zum Vorbild nahm, prägte der nichtbezopfte Sprachgeist das Wort "Löschmannschaft". Einfacher, klarer und sprachlich feiner kann wohl keine Begriffsbezeichnung gefunden werden als diese in unserem Sprachschatz bereits vorhandene Wortprägung. Sie ist aus dem Geiste unserer Sprache geboren, tritt ohne jede Prätention auf und sagt das doch klar, was der Begriff Feuerwehr umfaßt. Dieses Wort zeigt uns auch, glaube ich, den Weg, auf welchem Bezeichnungen gefunden werden können, welche die mehr oder wenigen unglücklichen heutigen Titulaturen zu ersetzen vermögen.

Löschmannschaft ist ein Begriff allgemeinsten Charakters, und kann all das umfassen, was wir heute unter Feuerwehr verstehen.

Völlig zwanglos läßt sich dieser allgemeine Begriff gliedern in freiwillige Löschmannschaften, Berufslöschmannschaften und schließlich in verpflichtete Löschmannschaften, oder wenn´s auch nicht schön klingt, Pflichtlöschmannschaften. Jedenfalls klingt Pflichtlöschmannschaften nicht schlechter als Pflichtfeuerwehr und ist um kein Atom schlechter gebildet. Im Gegenteil, es hat den Vorzug, daß die schlechte Prägung nicht so scharf ins Auge fällt wie Pflichtfeuerwehr, wo das "Pflichtfeuer" geradezu erheiternd wirkt. In der Tat hat der allgemeine Ausdruck Löschmannschaft sich mehr, als man glaubt, bereits eingebürgert, und wird sich bei Leuten, welche auf einen feinen Stil etwas halten, immer mehr einbürgern. Sagt man statt der deutschen Berufsfeuerwehr die deutsche Berufslöschmannschaft, so glaube ich, daß im ganzen deutschen Sprachgebiet jedermann weiß, was dieses Wort bedeuten soll. Begriff und Bezeichnung werden sich also vollständig decken.

Gehe ich auf diesem Wege noch einen Schritt weiter, so sehe ich, daß auch bezüglich der Chargen sich ziemlich ungekünstelt die entsprechenden Bezeichnungen finden lassen. Zu berücksichtigen ist dabei, daß die einzelnen Dienstgrade bei der militärisch organisierten Berufsfeuerwehr sich unterscheiden müssen von den Dienstgraden bei den freiwilligen Löschabteilungen. Das Bedürfnis zur Unterscheidung hat eben die unglückliche Nachbildung des Baumeisters etc. hervorgerufen, denn in der freiwilligen Feuerwehr war der Leutnant, der Hauptmann und der Major bereits vorhanden, und im Gegensatz zu eben diesen von der freiwilligen Feuerwehr bereits mit Beschlag belegten Titeln hat man den, nach meiner Überzeugung völlig falschen Ausweg beschritten,und die Berufsfeuerwehr-Offiziere wie technische Beamte betitelt, während die ganze Organisation der Beruflöschmannschaften in hervorragendem Maße militärisch ist und infolge davon auch eine militärische Rangordnung dringend verlangt.

Bezeichnender Weise sind denn auch in unteren Chargen Oberfeuermann, Feldwebel, militärisch geblieben und ich sehe nicht ein, warum diese Berufs-Lösch-Offiziere nicht ihre militärischen Titel sollten zurückerobern können. Löschhauptmann, Löschmajor und Löschoberst sind nach meinem Gefühl die hierfür in Betracht kommenden militärischen Chargenbezeichnungen, während bei den freiwilligen Löschabteilungen die höchste Charge vielleicht mit Kommandant der freiwilligen Löschabteilung bezeichnet werden kann, und die übrigen Kommandostellen in ihrer Bezeichnung wie seither belassen werden können, also Hauptmann resp. Leutnant der freiwilligen Löschabteilung. Dadurch ergibt sich eine ohne weiteres verständliche Unterscheidung zwischen dem Löschhauptmann, dem Löschmajor und dem Löschobersten einerseits und dem Leutnant, Hauptmann und Kommandanten der freiwilligen Löschabteilungen andererseits. Eine Verwechslung beider Chargen ist ausgeschlossen, da aus dem Titel Hauptmann der freiwilligen Löschabteilung und Löschhauptmann klar zu Tage tritt, welcher der beiden Kategorien von Löschabteilungen die betreffende Persönlichkeit angehört.

Sollte man aber Bedenken tragen, den Titel Hauptmann bei beiden Kategorien zu verwenden, so bliebe die Möglichkeit, den jetzigen Brandmeister entweder beizubehalten (vergl. Rittmeister) oder ihn Löschmeister, oder aber Löschmajor zu nennen, worauf dann der Löschinspektor als Löschoberstleutnant bezeichnet werden müßte. Mir scheint aber der letztere Ausweg gesucht, und ich bin der Meinung, daß es sich er-übrigt, ihn zu betreten. Man stoße sich nicht an der etwas fremd klingenden Zusammensetzung Löschmajor und Lösch-



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oberst. Sie ist in der Tat viel natürlicher und ungekünstelter als das possierliche ?Feuerlöschdirektor?, das dem pedantischen Bedürfnis der Deutschen, recht deutlich zu sein, entspricht und eine unfreiwillige Komik drolligster Art in sich schließt. Feuerlöschdirektor im Gegensatz zum Durstlöschdirektor, sagte mir einmal ein Engländer, der bei uns zu Hause Deutsch lernte, worauf ich zu seinem größten Gaudium erklärte: "Gewiß, Durstlöschdirektor ist immer noch das Kneippräsidium."

Ich glaube diese Andeutung genügt, um den Gedanken klar zu machen, den ich damit andeuten wollte.

Rein sprachlich genommen sind jedenfalls diese Vorschläge völlig ungekünstelt und dem Geiste unserer Sprache sicherlich entsprechend zu decken zugleich den Begriff, den sie als Bezeichnung doch möglichst vollständig decken sollen, sicherlich fast lückenlos, denn sie gründen sich auf das von dem Sprachgeist selbst geprägte Urwort "Löschmannschaft", während alle anderen seitherigen Bezeichnungen, nach meinem Gefühl, der Sprache und dem Sprachgeist aufgezwungen sind.

Wie dem aber auch sein mag, der lautere Strom der Sprache, welcher durch die Jahrhunderte dahinrollt, wird seinerzeit all das Geröll abstossen, das er jetzt noch an modernem und organisch nicht mit ihm verbundenen Ballast mit sich führt und wird, wenn auch vielleicht in anderer Weise, Bezeichnungen für die Begriffe finden, mit denen wir uns hier beschäftigt haben; denn unaufhaltsam ist der Fortschritt der Sprache eines jeden Volkes, das stetig fortschreitet, und wie das Deutsche immer höheren, immer glänzenderen Zielen entgegenstrebt.
"Müller am Computer, Schulze am Rauchgas-Analysator, Meier am Hydrometer, ich am Sprechfunk: Und was machen wir jetzt mit dem Feuerchen?"



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